Die Folgen der Cannabis Lunge

Ob Cannabis die Lunge belastet hängt in erster Linie von der Konsumform ab. Während die Wirkstoffe aus Cannabis positive Auswirkungen auf die Lunge haben, kann das Rauchen von Cannabis auch negative Folgen mit sich bringen. Durch den Rauch von pflanzlichem Material werden viele schädliche Nebenprodukte erzeugt. Dazu aber später mehr. Grundsätzlich hat die akute Einnahme von Cannabis folgenden Effekt auf die Lunge:

 

Auswirkungen von Cannabis auf die Lunge


In erster Linie werden die Wirkstoffe von Cannabis in der Lunge verstoffwechselt. Gelangen THC, CBD und weitere Cannabinoide tief in den Lungenflügel, dann werden sie über die Lungenbläschen (Alveolen) in das Blut abgegeben. Aber bereits der direkte Kontakt von Cannabis mit der Lungenoberfläche, zeigt einen positiven Effekt auf die Atmung. Schließlich hemmen die Wirkstoffe Entzündungen und besitzen einen sedierenden Effekt.

Erweiterung der Bronchien durch Cannabis

Marihuana hilft bei Asthma der Lunge

Die bronchienerweiternde Wirkung von Cannabis kann der Lunge bei Asthma helfen

 

Das Inhalieren von Cannabis hat auf die Lunge den Effekt, dass die Bronchien erweitert werden. Diese Erweiterung der Atemwege entsteht dadurch, dass sich die Muskulatur in den Wänden der Bronchien entspannt. Somit verbessert sich akut die Lungenfunktion nach der Einnahme von Cannabis.

Dieser Effekt hält etwa eine Stunde an und ist besonders wirksam bei der Inhalation von Dampf und Rauch. Denn dort können die Wirkstoffe lokal an der Lunge und den Atemwegen ansetzen.

Cannabis bei Asthma

Eine der häufigsten Lungenkrankheiten weltweit ist Asthma. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündungskrankheit der Atemwege, die durch anti-entzündliche Medikamente verbessert werden kann.

Die Wirkstoffe in Cannabis besitzen eine entzündungshemmende Wirkung und haben damit eine positive Auswirkung auf dieses Lungenleiden. Cannabis kann dadurch für Asthma-Patienten in vielen Fällen Symptome minimieren.

Cannabis gegen Lungenkrebs

Studien haben nachweislich festgestellt, dass Cannabis gegen Krebs wirkt. Verantwortlich dafür sind die Cannabinoide in der Pflanze. Das THC zeigte beispielsweise einen anti-Tumor Effekt auf verschiedenste Krebszellen. Indes besitzt THC die nachteilige psychotrope Wirkung, die einen Einfluss auf die Wahrnehmung hat. Des Weiteren zeigen andere Cannabinoide ebenfalls eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Krebszellen. An erster Stelle erweist sich CBD als wirksamste Verbindung der Cannabinoide gegen Krebs, gefolgt von CBG und CBC. Das Verhältnis der Inhaltsstoffe in Marihuana, ist abhängig von der Cannabis-Sorte. Vom Menschen wurden die Sorten vor allem THC-reich gezüchtet, obwohl es mittlerweile auch CBD-reiche Produkte legal zu kaufen gibt.

 

Cannabis rauchen – Schädlichkeit für die Lunge


Raucht man pflanzliches Material, so erhöhen sich die Nebenwirkungen auf den Körper. Bei dem Verbrennen von Cannabis entstehen zahlreiche Nebenprodukte, die eine potentielle Gefahr darstellen. Die Atemwege und die Lunge sind besonders betroffen, weil die Stoffe dort aufgenommen werden. Diese schädlichen Effekte entfallen bei der oralen Aufnahme, sowie zum Großteil bei dem Verdampfen durch einen Vaporizer.

Reizung der Atemwege – Folgen der Cannabis Lunge

Vor allem der Atemweg in den Körper wird beim Rauchen stark beansprucht. Hier bilden sich einige negative Nebenwirkungen aus. In der Glut entstehen hohe Temperaturen von über 600°C. Der heiße Rauch kann dann die Haut des Atemweges reizen und sogar zu leichten Verbrennungen führen. Außerdem stören die giftigen Stoffe die Zellen und können diese sogar zerstören. Eine mögliche Folge ist eine Lungenentzündung.

Teerablagerungen – Folgen der Cannabis Lunge

Die Cannabis Lunge wird belastet durch Schadstoffe

Teerablagerung durch Cannabis in der Lunge

 

 

Bei der Verbrennung von organischem Material entsteht schädlicher Teer. Ähnlich wie beim Tabakkonsum, lagert sich der Teer beim Rauchen von Cannabis in der Lunge ab. Schließlich kann sich durch diese Ablagerung eine akute oder chronische Bronchitis ausbilden und es kann zu Schädigungen von Zellen kommen. Zudem blockiert Teer kurzzeitig den natürlichen Schutzmechanismus der Lunge. Feine Härchen, die für den Abtransport von Fremdkörpern zuständig sind, werden verklebt und können somit für mehrere Stunden nicht mehr vernünftig arbeiten. Zusätzlich wird das Immunsystem geschwächt.

 

Kohlenstoffmonoxid – Folgen der Cannabis Lunge

giftige Gase in der Cannabis Lunge

CO entsteht immer bei der Verbrennung

 

Die Lunge nimmt ferner auch Kohlenstoffmonoxid beim Rauchen auf. Dieses Gas ist gefährlich für die Gesundheit und kann zu Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und mehr führen. Dieses Gas entsteht bei der Verbrennung und vermindert die Sauerstoffaufnahme des Blutes. Denn Kohlenstoffmonoxid bindet sich an die roten Blutkörperchen und verhindert die Aufnahme von Sauerstoff. Da Sauerstoff eine sehr wichtige Rolle bei der Energiegewinnung spielt, sinkt die Leistungsfähigkeit. Bereits bei alltäglichen Belastungen, wie Treppensteigen, zeigen sich die Folgen von Kohlenstoffmonoxid im Blut. Besonders aber bei Ausdauersportarten, wo die Energie aerob (mit Sauerstoff) gewonnen wird, können Kraftverluste auftreten.

 

Krebserregende Stoffe – Folgen der Cannabis Lunge

Diagnose auf Cannabis Lungenkrebs

Lungenkrebs durch Cannabis ist noch nicht nachgewiesen

 

Neben den bereits genannten Auswirkungen auf den Körper, enthält verbranntes Marihuana auch eine Handvoll giftige Nebenprodukte. Diese Nebenprodukte übersteigen verhältnismäßig sogar den Gehalt der Cannabinoide und Terpene. So genannte Karzinogene Rückstände werden auch als PAK bezeichnet, was die Abkürzung für polyzyklische-aromatische-Kohlenwasserstoffe ist. Sie gelten als gesundheitsschädigend und krebserregend.

Die Auswirkungen dieser Giftstoffe sind ähnlich wie beim Rauchen von Tabak. Obwohl sich die Folgen von Cannabis und Tabak unterscheiden. Bislang wurde keine Verbindung zwischen den Konsum von Cannabis und dem Auftreten von Lungenkrebs festgestellt. Dies liegt scheinbar darin begründet, dass die Wirkstoffe von Cannabis zugleich eine hemmende Wirkung auf Zellmutationen besitzen. So hinderte THC das Wachstum von Krebszellen in verschiedenen Versuchen mit Mäusen. Zudem bilden auch andere Cannabinoide eine Wirkung gegen Krebs aus.

Langzeit-Studie zu den Auswirkungen von Cannabis auf die Lunge

Wie bei so gut wie Allem, macht auch bei Cannabis die Menge das Gift. Die Nachteile auf den Atemkomplex werden besonders bei häufigem und regelmäßigem Rauchen bemerkbar. Auch wenn bei einer Langzeit-Studie nur eine leichte Verschlechterung des Lungenbildes nachgewiesen werden konnte, können Kurzatmigkeit beim Sport, Husten oder Schmerzen in der Brust durch das chronische Rauchen auftreten. Andere Forschungsergebnisse zeigten ebenso entweder eine Verschlechterung oder keine Veränderung der Lungenfunktion.

Fazit zum Rauchen von Cannabis

Mensch mit guter Cannabis-Lunge

Freies Atmen durch Cannabis ist möglich. Das Verdampfen oder Essen von Cannabis schont die Lunge. Das Rauchen von Cannabis hat weiterhin viele negativen Auswirkungen auf die Lunge.

Untersuchungen von Marihuana-Rauch brachten zum Ergebnis, dass dieser zu 88% nicht aus Cannabinoiden bestand. Insgesamt wurden 111 verschiedene Nebenerzeugnisse, darunter mehr als eine Hand voll unbekannten PAK´s, die als gesundheitsschädigend und krebserregend gelten, ermittelt. Daneben sind das bekannte Kohlenmonoxid und Teer vorhanden, welche die Sauerstoffaufnahme und kurzzeitig den Schutzmechanismus der Lunge blockieren.

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