Cannabis Wiki – Alles über die vielfältige Pflanze

Cannabis Wiki Pflanze Wirkung THC Marihuana

Während Cannabis von den Einen als wichtige Nutz- und Heilpflanze angesehen wird, wird es von den Anderen als gefährliche Droge abgestempelt. In den vergangenen Jahren wurde strikt gegen die Pflanze vorgegangen und Cannabis als illegales Rauschmittel eingestuft. Das diese Gesetze nicht auf wissenschaftlicher Basis fundierten, sondern rein aus wirtschaftlichem und politischem Interesse durchgesetzt wurden, ist noch nicht Jedem klar.

Studien und Forschungen im Bereich der Wirkstoffe THC und CBD von Cannabis zeigen, dass hinter den zahlreichen Sorten der Pflanze weitaus mehr steckt. Neben dem psychoaktiven Effekt des „high sein“, wird Hanf schon lange durch seine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung in der Medizin verwendet und findet dort sogar einen Einsatz gegen Krebs.
Doch welche wahren Folgen hat der Cannabis-Konsum auf die Gesundheit?

Wir klären Neulinge und Erfahrene vom Samen über den Konsum und seine Folgen bis hin zu der Legalisierung von Cannabis auf.

 

Inhaltsverzeichnis – Was Ihr im Cannabis Guide findet?

Seite 1

Pflanze

⮚ Männlich
⮚ Weiblich

Sorten

⮚ Cannabis Sativa
⮚ Cannabis Indica

Wirkung

⮚ THC
⮚ CBD
⮚ Terpene

Cannabis-Formen

⮚ Marihuana
⮚ Haschisch
⮚ CBD-Öl
⮚ Haschisch-Öl

 

 

 

 

Seite 2

Cannabis-Konsum

⮚Rauchen
⮚Verdampfen
⮚Essen

Gesundheitliche Folgen

⮚ Abhängigkeit
⮚ Gehirn
⮚ Lunge
⮚ Herz-Kreislauf
⮚ Überdosis

 

 

 

 

 

 

Cannabis – Was ist das?


Die Gattung Cannabis (Hanf) zählt zu den Cannabaceae (Hanfgewächsen). Neben den verwandten Hopfen (Humulus) wird der genaue Stammbaum der Hanfgewächse noch diskutiert. Durch genetische Abweichungen wird mindestens in die zwei Arten Cannabis Sativa und Cannabis Indica unterschieden. Durch Züchtungen existieren heute zahlreiche unterschiedliche Sorten.

Die Cannabinoide bilden den größten Anteil in der Pflanze, neben zahlreichen anderen Wirkstoffen. THC ist das Cannabinoid, dass den psycho-aktiven Effekt verursacht und weshalb Cannabis in vielen Ländern als Rauschmittel gilt. Daneben enthält Hanf viele Stoffe wie z.B. CBD, die sich nicht auf das Bewusstsein auswirken und viele Vorteile besitzen. Hierbei ist nicht zu vernachlässigen, dass die Wirkung von Cannabis einen hohen Nutzenfaktor besitzt und die Nebenwirkungen vergleichsweise gering sind. Der Einsatz von medizinischem Cannabis nimmt deshalb stetig zu und so ist in Deutschland bereits heute Cannabis auf Rezept erhältlich.
Das Wissen rundum die Wirkungsweise ist lange nicht vollständig, da viele Studien noch ausgebaut werden müssen. Die aktuellsten Informationen, basierend auf fundiertem Wissen aus wissenschaftlichen Studien, findest du bei uns von VapyWednesday.

Die Pflanze Cannabis

Die Cannabis-pflanze als Cannabis Sativa

Eine männliche oder weibliche Cannabispflanze im Wachstum

Grundlegend erkennt man eine Cannabis-Pflanze an den markanten Blättern mit Sägeblattmuster, die einer Hand ähneln. Das breit gefächerte Blätterdach am Boden des Hanfs, läuft zu einer schmalen Spitze zusammen. Morphologisch also gleich einer Tanne. Die einzelnen Äste sind paarweise am Hauptstamm angeordnet und liegen auf jeder Höhe jeweils versetzt, um mehr Licht für die Photosynthese zu bekommen.
In der sogenannten Wachstumsphase gewinnt Hanf an Höhe und das Blätterdach bildet sich aus. Die anschließende Blütephase entscheidet schließlich, ob es sich um eine weibliche oder männliche Pflanze handelt. Während die männliche Pflanze Pollensäcke bildet, entstehen an der weiblichen Pflanze Cannabinoid-haltige Blüten.

Männliche Cannabispflanze
Männlicher Hanf besitzt Knospen, wenige Cannabinoide und zugleich feinere Fasern. Deshalb wird dieser als Nutzhanf in der Industrie und Landwirtschaft verwendet. Die Pollenanlagen bilden sich in der Blütephase aus und dienen zur Bestäubung der weiblichen Pflanze. Gute männliche Pflanzen werden aber auch zur gezielten Kreuzung von Sorten verwendet.

Ein Hanfpflanze der Art Cannabis Sativa

Männlicher Cannabis und seine Knospen

Weibliche Cannabispflanze
Die weibliche Pflanze enthält einen höheren Anteil an THC und CBD. Die Cannabinoide bilden sich in der Blütephase und sammeln sich überwiegend in den Blüten. Der Gehalt an Wirkstoff ist dann abhängig von der Sorte und kann von unter 0,2% bis hin zu 30% variieren.
Die Wirkung von weiblichen Cannabis findet ein breites Anwendungsgebiet in der Medizin. Cannabinoide werden bei der Behandlung von entzündlichen Krankheiten, Schmerzen, Krebs und vielen weiteren Beschwerden verwendet.

Die Unterschiede der Cannabispflanze

Weiblicher Cannabis in der Blüte

Der weibliche Hanf kann manchmal auch zwittern. Der Zwitter ist dann in der Lage, sich selbst zu bestäuben und bildet Samen. Die Samen sind bei der Weiterverarbeitung unerwünscht, weil sie die Qualität und den Geschmack lindern. Die Ursache hierfür kann zu viel Stress, durch beispielsweise Licht-oder Wassermangel, sein.

⮚ Cannabispflanze

Cannabis Sorten

In unterschiedlichen Regionen der Welt wurden Hanfgewächse gefunden und Wissenschaftler haben versucht diesen einen Stammbaum zu zuordnen. Welche Sorte an der Spitze der Pyramide steht ist nicht geklärt. Cannabis wird aufgrund von genetischen Differenzen in die drei Arten Cannabis Sativa, Cannabis Indica und Cannabis Ruderalis unterteilt. Jede Sorte hat ihre eigenen Merkmale und Wirkung. Durch Kreuzungen werden die Eigenschaften der Pflanzen vereint. Heutzutage besteht der weltweite Cannabismarkt überwiegend aus solchen sogenannten Hybriden. Diese Hybride bekommen dann ihren eigenen Namen. Bekannte Sorten sind beispielsweise Amnesia Haze, Sour Diesel, OG Kush, und White Widow.

Cannabis Sativa

Aus dem Samen einer Cannabis Sativa wird eine sehr große und stängelartige Pflanze mit hohem THC-Gehalt. Sie ist die größte Hanf-Art und dadurch können hohe Erträge erzielt werden, auch wenn deren Blüten eher weniger Gewicht besitzen.
Die Wirkung ist zerebral, also wird vor allem im Kopf empfunden. Der sogenannte „High“ Effekt äußert sich zudem durch Euphorie und erfüllt den Körper mit Energie.

Die typische Hanfpflanze Cannabis Sativa

Das Blatt und die Wirkung einer Cannabis Sativa

Cannabis Indica

Aus dem Samen einer Cannabis Indica wird eine buschige Pflanze, die weniger in die Höhe wächst. Die Blüten sind ebenfalls sehr dicht und wachsen vermehrt entlang des Stamms. Trotz der geringeren Höhe fallen die Erträge im Verhältnis zu einer Cannabis Sativa höher aus, weil die Blüten sehr schwer werden.
Die Wirkung wird stark körperlich empfunden und entspannt zudem die Muskeln. Dieser sedative Effekt wird auch als „Stoned“ bezeichnet.

Die körperlastige Wirkung der Cannabispflanze Cannabis Indica

Das Blatt und die Wirkung einer Cannabis Indica

Die Wirkung von Cannabis

Der Blick bei der Cannabis Wirkung

Cannabis verändert die Wahrnehmung und macht euphorisch

Durch eine hohe Vielfalt an Sorten und damit auch Inhaltsstoffen, wirkt Cannabis breitgefächert auf den Kopf und Körper.
Die Wirkung ist deshalb stark abhängig von der Sorte und von der Art des Konsums, aber wird überwiegend geprägt durch die enthaltenen Cannabinoide und Terpene. Da der menschliche Körper ähnliche Botenstoffe ausschüttet, um verschiedene Körperfunktionen zu regulieren, kann er Wirkstoffe wie THC oder CBD natürlich auch verarbeiten. Dafür zuständig sind Cannabinoid-Rezeptoren im zentralen Nervensystem, im Immunsystem, Magen-Darm-Trakt, den Schilddrüsen und vielen weiteren Bereichen.
Unterm Strich hellt der psycho-aktive Effekt die Stimmung auf und wirkt somit euphorisierend und energisch auf den Kopf. Körperlich kann auch eine sedierende und Stress-reduzierende Wirkung vernommen werden. Charakteristisch ist ebenfalls die appetitanregende Wirkung, die nach dem Konsum auftreten kann.

⮚ Cannabis Wirkung

Die großen Wirkstoffe

In den Harzdrüsen der Pflanze werden die meisten Wirkstoffe angereichert. Diese werden Trichome genannt und sind verstärkt auf den Blüten zu finden. Innerhalb der Pflanzenzelle sammeln sich zudem ätherische Öle, die viele der flüchtigen Geruchsaromen enthalten.

THC
Tetrahydrocannabinol ist bekannt für den psychotropen Effekt von Cannabis. Ebenfalls verursacht THC das erhöhte Hungergefühl, durch die Ausschüttung von Hormonen. Die Bindungsstellen von THC sind vor allem im Gehirn und dadurch lässt sich auch die bewusstseinsverändernde Wirkung ableiten. Der Körper kann jedoch eine gewisse Toleranz gegenüber der Verbindung aufbauen. Somit tritt eine Gewöhnung auf und die Effekte von THC sinken bei regelmäßigem Konsum.

Cannabis Wirkstoff THC

Das THC in Cannabis

CBD
Cannabidiol ist reichhaltig in Cannabis vorhanden, aber nicht psycho-aktiv und deshalb legal. CBD wirkt sogar gegen den Effekt von THC und zugleich beruhigend. Des weiteren werden Schmerzen gelindert und Entzündungen gehemmt. Neuere Erkenntnisse belegen, dass CBD auch gegen Krebs wirkt. Der medizinische Nutzen ist zudem erhöht, da der Körper keine signifikante Toleranz aufbaut und damit der therapeutische Einsatz besonders sinnvoll ist.

Das CBD der Cannabis Wirkung

Das CBD in Cannabis

Terpene

Über 120 verschiedene Terpen bilden den einzigartigen Geruch jeder Sorte. Vielen ist unklar, dass auch diese Geschmacksaromen nachweislich eine Wirkung besitzen. Terpene stimulieren Verbindungen im Gehirn und können so beispielsweise die Stimmung verändern. Obendrein wirken sie synergetisch mit Cannabinoiden und können den Effekt verstärken. Die Geruchsaromen lösen sich bei weitaus tieferen Temperaturen und werden deshalb in einem Vaporizer am Effektivsten und Intensivsten frei.

Cannabis Aromen

Cannabis enthält u.a. Myrcen, Limonen, Pinen, Caryophyllen und Linalool. Diese Pflanzenstoffe prägen den Geruch vieler Sorten.

Cannabis-Formen

Cannabis INdica Blütephase

In der Blüte von Cannabis sind die meisten Wirkstoffe enthalten

Die Pflanze wird zur Verwendung in verschiedene Darreichungsformen weiterverarbeitet. Dafür eignen sich am besten die Blüten, weil dort die höchste Konzentration an Wirkstoffen vorhanden ist. Die natürlichste Form sind die getrockneten Blüten, die als „Marihuana“ bezeichnet werden. Haschisch ist stärker als Marihuana, da hier nur der feine Staub der Blüten gesammelt und gepresst wird. Über die Jahre hinweg haben sich weitere Verarbeitungsmethoden entwickelt, bei welchen hoch konzentrierte Lösungen und Öle gewonnen werden.
Die große Zahl an den unterschiedlichen Formen von Cannabis führen leicht zur Verwirrung. Deswegen bieten wir im folgendem einen kurzen Überblick.

Kräuter, Öle und Extrakte

Marihuana
Marihuana sind die getrockneten Blüten der weiblichen Hanfpflanze. Einzelnen Knospen werden umgangssprachlich auch als „Marihuana-Buds“ bezeichnet. Die Farbe ist abhängig von der Sorte und variiert von hell- bis dunkelgrün, aber kann auch Farbtönungen wie lila oder weiß besitzen. Ebenso sortenabhängig ist der Gehalt und die Vielfalt an Inhaltsstoffen, sowie der Geschmack und die Wirkung. Gängig ist es Marihuana zu rauchen, wenngleich es auch in einem Vaporizer verdampft oder in Essen verarbeitet werden kann.

Cannabis nach der Weiterverarbeitung

Das getrocknete Marihuana

Haschisch
Für die Herstellung von Haschisch werden die feinen Partikel auf der Oberfläche der Blüten gesammelt und anschließend zusammengepresst. Dieses Pulver enthält die höchste Konzentration an Cannabinoide. Hierbei werden keine Chemikalien zur Extraktion verwendet. Haschisch ist an dem hellbraunen bis schwarzen Äußeren zu erkennen.
CBD-Öl

Bei CBD-Öl handelt es sich um ein Extrakt aus legalem Hanf. Da CBD keine Wirkung auf das Bewusstsein hat, ist es für den Eigenbedarf legal erhältlich. Hier darf eine Grenze von maximal 0,2% THC nicht überschritten werden. Damit die Dosierung einfacher fällt, wird das extrahierte CBD mit Öl vermischt und kann anschließend oral aufgenommen werden. Da die Rezeptoren im ganzen Körper verteilt sind, ist der medizinische Nutzen von Cannabidiol ist sehr hoch.

Cannabidiol-Öl-der-Hanfpflanze

Das CBD aus Cannabis wird oft als Öl verkauft


Haschisch-Öl
Mit Hilfe von Alkohol werden Wirkstoffe aus der Pflanze extrahiert und es entsteht eine harzige Substanz, die auch als „Dab“ bezeichnet wird. Konzentrationen von über 60% THC können mit Haschisch-Öl erreicht werden. Nachteil des zähflüssigen Materials ist, dass viele der nützlichen Terpene zerstört werden und auch Verunreinigungen zurückbleiben können.

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